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Six Questions with Peter Keller!

Date : July 24, 2016

peter keller

I had a great talk with Peter Keller few weeks ago, a prominent wine journalist in Switzerland. Let’s read how his journey in wine started and discover the Swiss Wine Industry!

Could you briefly tell us about how your journey in wine started? – Können Sie uns erzählen wie Ihr Wein Abenteuer begonnen hat?

I was a total stranger to wine until I was 25 years old. I started enjoying wine with a bottle of Rioja. I still do not know how Chateau Margaux ended up in my basement but that bottle was the real trigger. In the beginning, I was only dealing with wine as a hobby. In time, great wines became a part of my job. To begin, I wrote for Tages-Anzeiger on Vinose World and the Wine Cellar Section which was launched just then. For the past ten years, I have been writing for Nzz on Sundays about wine. I organize wine evenings and guide the publisher Mondovino, the Wine Club of Coop.

Wein hat mir bis zum Alter von 25 Jahren gar nichts bedeutet. Anfangen hat es mit einer Flasche Rioja. Der Auslöser, sich näher mit dem Thema zu befassen, war indes ein Château Margaux aus dem Bordeaux. Allerdings weiss ich bis heute nicht, wie die Flasche in meinem Keller gelandet ist. Zuerst befasste ich mich rein hobbymässig mit Wein und eignete mir ein entsprechendes Wissen an. Später wurden edle Tropfen Teil meines Berufes. Ich habe zuerst im Tages-Anzeiger über die vinöse Welt geschrieben und die Rubrik “Wein-Keller” ins Leben gerufen, die es bis heute gibt. Seit mehr als zehn Jahren schreibe ich in der NZZ am Sonntag über Wein, führe Weinabende für die Leser durch und betreue für den Verlag eine Kooperation mit Mondovino, dem Weinclub von Coop.

Due to your job, you travel quite a lot. What are your favorite wine regions in the world? – Für Ihren Job, reisen Sie sehr oft. Welches sind Ihre lieblings Weinanbaugebiete?

Bordeaux remains one of my favorite wine regions. I love the wines, because they are very digestible, expressive and long-lasting. I am also impressed with regions like Wachau in Austria and Rheingau, Nahe, Mosel and Ahr with their steep slopes in Germany. Riesling is one of the greatest white varieties in the world; because it perfectly reflects the origin of the wine.

Bordeaux ist und bleibt bis heute eines meiner Lieblingsgebiete. Ich mag diese Weine sehr, weil sie sehr bekömmlich ,ausdrucksstark und langlebig sind. Eindrucksvoll sind auch die Wachau in Österreich und deutsche Anbaugebiete wie Rheingau, Nahe, Mosel oder Ahr mit ihren Steillagen. Riesling ist für mich eine der grössten und besten Weisswein-Sorten der Welt, weil sie perfekt die Herkunft eines Weines widerspiegeln kann.

How would you describe the Swiss wine market in few words? – Wie würden Sie den schweizer Weinmarkt in ein paar Worten beschreiben?

The Swiss wine market is very competitive. It is great for the consumer: One finds almost every type of wine from the world. The selection is wide and complex for those who are not professionals. Coop and Denner, the two big supermarket chains account for two-third of the market. The rest is mostly retail chains. Only some niche sellers distinguish themselves. Wine is mostly sold depending on its price. That’s why discounts are very common in retail. The Swiss wines are mostly sold in domestic market. Unfortunately, only one percent is exported.

Der Schweizer Weinmarkt ist sehr umkämpft. Das Schöne für den Konsumenten: Er findet praktisch jeden Wein dieser Welt. Die Auswahl ist riesig und für den Laien daher kaum überschaubar. Die beiden Grossen, Coop und Denner, decken fast zwei Drittel des Marktes ab. Für den Fachhandel bleibt der Rest übrig. Nur wer eine Nische besetzt, kann sich profilieren. Wein wird (meistens) über den Preis verkauft . Davon zeugen viele Aktionen im Lebensmittel-Einzelhandel. Die Schweizer Weine werden praktisch alle auf dem Heimmarkt abgesetzt. Nur gerade ein Prozent geht in den Export – leider.

How did Swiss wine market develop in the last few years? Do you foresee any upcoming new trends? – Wie hat sich der schweizer Weinmarkt in den letzten Jahren entwickelt? Zeichnen sich neue Trends ab?

In addition to indigenious varieties, wines from Italy and Spain are most in demand. The majority of the consumers enjoy full-bodied, powerful wines relatively with higher alcohol. Red wines with residual sugar even have their own customer. Only wine lovers, who are more connaisseurs purchase wine over 20 CHF. I assume that in the future lesser known varieties and wines will revive. For instance, Beaujolais: Despite its negative image; there are excellent and joyful examples of this region. One day, Eastern European wines will also receive more attention but they still remain niche

Neben den einheimischen Gewächsen sind vor allem Produkte aus Italien und Spanien gefragt. Die Mehrheit der Konsumenten mag volle, kräftige Weine mit relativ viel Alkohol. Selbst Rotweine mit Restzucker finden Abnehmer. Weine, die über 20 Franken kosten, werden in erster Linie von Weinfreunden gekauft, die sich besser auskennen und für die Wein mehr als nur ein Getränk bedeutet. Ich gehe davon aus, dass künftig auch weniger bekannte Sorten oder Weine, die in Verruf geraten sind, ein Revival feiern. Beispielsweise der Beaujolais: Trotz des weiterhin schlechten Image gibt es Tropfen, die exzellent sind und viel (Trink-) Freude bereiten. Eines Tages werden wohl osteuropäische Weine mehr Aufmerksamkeit erheischen. Aber sie bleiben in einer Nische.

You answer the questions of your readers regularly. I am sure you receive many interesting questions, but is there a specific one that remained in your mind? – Sie beantworten oft Fragen Ihrer Leser. Ich bin sicher Sie erhalten viele interessante Fragen, aber gibt es eine bestimmte, an die Sie sich erinneren?

For more than seven years I have been answering the questions of our readers. Mostly, it is about the vineyards or winemaking including the varietals, regions or food and wine pairing. However, one of the funniest question I received was: What wine would you recommend for a Bachelorette Party?

Seit mehr als sieben Jahren beantworte ich Fragen unserer Leser. Vielfach geht es um Arbeiten im Rebberg oder Keller, um Rebsorten, Anbaugebiete, Kombinationen von Essen und Weinen usw. Eine der lustigsten Fragen, die ich erhalten habe, war folgende: “Welche Weine empfehlen Sie für einen Frauen-Polterabend?”

How is Peter Keller’s own cellar? – Was finden wir in Peter Keller’s Weinkeller? 

In my cellar, I mostly have wines from the old world including Bordeaux and Burgundy. I am also fond of Rieslings from Germany. There are some Swiss wines as well. My favorite winemakers include: Markus Ruch from Schaffhausen, Georg Fromm from Grisons, Sabine Steiner from Three Lakes Region and Christian Zündel from Ticino. I mostly drink from classical regions but I am also open to lesser-known countries. For instance: Arianna Occhipinti’s Frappato from Sicily and fresh, characterful wine such as Veronica Ortega “Roc” from Mencia, Bierzo.

In meinem Weinkeller lagern hauptsächlich Weine aus der Alten Welt. Selbstverständlich Bordeaux und Burgunder. Zudem sind einige Rieslinge aus Deutschland zu finden. Schweizer Weine dürfen nicht fehlen. Zu meinen Lieblingswinzern zählen Markus Ruch aus Schaffhausen, Georg Fromm aus der Bündner Herrschaft, Sabine Steiner aus der 3-Seen-Region sowie Christian Zündel aus dem Tessin. Ich gehöre zu jenen Geniessern, die gerne klassische Weine trinken, aber auch unbekannteren Sorten gegenüber offen sind. Zwei Beispiele: der geniale Frappato von Arianna Occhipinti aus Sizilien und der charaktervolle, frische Mencia “Roc” von Veronica Ortega aus dem spanischen Bierzo.

 

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